Essay über meine Paararbeit

Im Laufe einer langjährigen, therapeutischen Praxis ist es ganz natürlich, dass der Therapeut eine Reihe verschiedener therapeutischer Werkzeuge und Methoden kennenlernt und sie dann in seiner Arbeit mit Klienten auch anwendet. Ohne viel darüber nachzudenken, setzte ich, vor allem in der Arbeit mit Paaren, verschiedene Methoden ein. Ich möchte diesen Essay nun dazu nutzen, den Gewinn oder auch mögliche Nachteile, dieser Verbindungen genauer zu untersuchen.

Ergänzen sich die vier verschiedenen Methoden oder behindern sie sich gegenseitig? Ergeben sich Synergien ganz natürlich aus dem Hintergrund der verschiedenen Methoden, oder gibt es klare Kontraindikationen für das gleichzeitige Anwenden?

 

Es handelt sich um diese vier Methoden:

 

  • Polaritytherapie (Stone)
  • Klientenzentrierte Gesprächspsychotherapie (Rogers) Im Essay verwende ich die Abkürzung „KG“
  • Gewaltfreie Kommunikation“ GFK“ (Rosenberg)
  • Lösungsorientierte Kurzzeittherapie (Solution focused brief therapy, Shazer/Berg) Hier im Essay kürze ich den Begriff ab in „SFBT.“

 

Im Folgenden werden die vier Methoden kurz beschrieben und wie und was ich davon konkret in der Paartherapie anwende.

Polaritytherapie

 

Das bekannteste Element in der Polaritytherapie ist die Körperenergiearbeit, die zur Hauptsache in Einzelsitzungen praktiziert wird. In der Gruppenarbeit kommen Polarityyoga und die Arbeit mit der Ernährung in Form von Fastenkursen zum Einsatz.

Wie nun also soll diese Methode wirksam in der Arbeit mit Paaren eingesetzt werden können?

 

Achtsamkeitsübungen beruhigen und bringen die Aufmerksamkeit nach Innen, ganz zu sich selbst und in den Moment.

So lade ich zu Beginn einer jeden Paartherapiesitzung das Paar ein, die Augen zu schliessen. Mit ein paar tiefen Atemzügen die Aufmerksamkeit auf den Atem zu richten und den Körper bewusst wahrzunehmen.

Dies hilft, einen Moment aus dem Denken auszusteigen. Eventuell bereits bestehende innere Dialoge können sich ein wenig beruhigen und in den Hintergrund treten.

 

Während des Gesprächs achte ich auf die Stimmqualitäten der Partner und auf ihre Körperhaltung. Je nach Prozess setzte ich auch Körperarbeit ein.

 

Oft kommen wir in der Auseinandersetzung mit unserem Partner mit kindlichen Anteilen, kindlichen Wünschen oder Projektionen in Kontakt. Wenn ich dies beobachte, teile ich meine Beobachtung oder Vermutung mit. Wenn meine Vermutung zutrifft, frage ich nach, ob derjenige bereit wäre, da noch ein wenig tiefer einzutauchen.

Wenn der Klient dazu bereit ist, setze ich neben begleitenden Worten immer auch Körperarbeit ein. In Form von Nachfragen, wie sich das im Körper anfühlt, Berührung oder wenn mir das zu nahe erscheint mit dem Vorschlag, dass sich der Klient selber z.Bsp. in der Herz- oder Bauchgegend zu berührt.

Polaritytherapie eignet sich hervorragend als Basis für diverse andere Interaktionen während des Paargesprächs.

Hauptsächlich als Hilfe, damit sich die Partner in Übungen besser selber wahrnehmen können und Erkenntnisse noch besser verankert werden können.

Ich möchte dies an einer Übung, die ich für die Paararbeit entwickelt habe verdeutlichen:

 

Das Paar sitzt sich in einem für beide richtigen Abstand gegenüber hin. Nun fordere ich sie auf die Augen zu schliessen. Ich schlage ihnen vor, sich selber eine Umarmung zu gönnen indem sie eine Hand auf das Herz legen und die andere auf ihren Bauch. Über den Atem, das Erfühlen des Körpers und das Erfühlen ihrer momentanen emotionalen Gefühlslage führe ich jeden Einzelnen mit begleitenden Worten zu sich selber.

Ich warte bis ich anhand der Körperhaltung, an der Atmung und am Gesichtsausdruck erkennen kann, dass eine gewisse Entspannung eingetreten ist. Nun schlage ich ihnen vor, ganz kurz ihre Augen zu öffnen und sich ihr Gegenüber anzuschauen.

Dann bitte ich sie, die Augen wieder zu schliessen und festzustellen, ob sich etwas auf den drei Ebenen (mental, emotional, kinästhetisch) verändert hat.

Danach wähle ich meistens aus zwei verschiedenen Möglichkeiten aus, wie die Übung weitergeht.

Entweder lade ich das Paar ein, sich jeweils kurz zu sagen, wie es ihnen gerade geht und über die Erfahrung kurz auszutauschen. Oder ich frage nach, ob dieser Abstand, den sie gewählt haben, immer noch stimmt oder ob sie etwas näher rücken möchten.

 

Was mich immer wieder sehr beeindruckt, ist wie durch den Einsatz der Polaritytherapie die Paartherapie wesentlich wirkungsvoller wird, als wenn wir auf einer blossen Gesprächsebene bleiben würden.

 

Die Polaritytherapie als Methode der Heilkunst setzt sich zusammen aus den 4 Säulen:

 

  • Körperenergiearbeit
  • Prozessbegleitendes Gespräch (Rogers)
  • Körperübungen( Polarityyoga)
  • Ernährungslehre

Das Fundament für alle vier Säulen bildet die empathische Präsenz des Therapeuten. Hier besteht dann auch eine Kohärenz zu der Gesprächspsychotherapie nach Rogers.

 

Die Lehre der fünf Elemente, hat ihre Basis im philosophischen Hintergrund des Samkhya (genau wie Yoga und Ayurveda). Neben ayurvedischer Medizin, erforschte der Begründer der Polaritytherapie Dr. Stone auch noch andere östliche Methoden wie z.b. chinesische Medizin und befasste sich mit Hermetik.

 

In seinem Buch „Energie-Arbeit“fasst Franklin Sills sehr schön zusammen:

„Das Zusammenspiel der Fünf Elemente ist das Kernstück der Polaritätstherapie. Sämtliche Theorie, alle Techniken und praktischen Anwendungen fussen auf diesem Verständnis“(Goldmann 1989,S.254)

 

Gesprächspsychotherapie nach Rogers

 

Das prozessbegleitende Gespräch und die empfohlene Haltung des Therapeuten in der Polaritytherapie, lehnt sich grösstenteils an die personenzentrierte Psychotherapie nach Carl Rogers an.

 

Das entscheidende Kennzeichen des personenzentrierten Ansatzes ist es, dem Klienten keine Interpretationen, Ratschläge oder fertige Lösungen anzubieten. Vielmehr geht es darum, die Auseinandersetzung mit emotionalen Prozessen und das Finden neuer Wege und Betrachtungsweisen zu fördern.

Dies geschieht mit dem Ziel, das Selbsthilfepotenzial und die Ressourcen zu fördern, so dass der Klient auch mit zukünftigen Problemen besser fertig werden kann.

 

Carl Rogers vertraute auf die Selbstheilungskraft im Menschen. Einer dieser wirkenden Kräfte nannte er Selbstverwirklichungstendenz: „Doch auch auf ihre Selbstverwirklichungstendenz ist Verlass. Der Schlüssel zum Verständnis ihres Verhaltens ist, dass sie mit den wenigen ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln und Wegen danach streben, zu wachsen und sich zu entfalten, zu „werden“.(C.R.Rogers, Die Kraft des Guten, ungekürzte Lizenzausgabe Ex Libris Zürich,1980 S.17)

Diese Haltung verdeutlicht das Vertrauen in eine Instanz in jedem Menschen und in sich selbst, welche auf Selbstheilung ausgerichtet ist.

Oder man könnte auch sagen, dass dieses Grundvertrauen, welches ein Mensch einem andern entgegenbringt bereits den Samen der Selbstheilungskraft aktiviert.

 

Carl Rogers schrieb.“Ich glaube, alles, was ich seither geschrieben habe, ist von der Erkenntnis geprägt, dass das, was für die Beziehung zwischen Therapeut und Klient gilt, ebenso für eine Ehe, eine Familie, eine Schule, eine Administration wie auch für die Beziehung zwischen Kulturen oder Ländern zutreffen könnte.“ (S.11, Der neue Mensch,C.R.Rogers, deutsche Ausgabe 2015 )

Je grösser das Vertrauen des Therapeuten in die Kraft des Guten ist, desto weniger muss er intervenieren. Er ist ein entspannter, mitfühlender, präsenter Beobachter und Begleiter. Der Therapeut vertraut darauf, dass sein Klient die Fähigkeit und Tendenz besitzt, sich konstruktiv zu entwickeln und die Kraft entwickeln kann, selbstverantwortlich seine Probleme zu lösen.

Obwohl sich aus seiner Arbeit auch Techniken zur Gesprächsführung entwickelt haben, hat Rogers immer betont, das nicht die Techniken im Vordergrund stehen sollten.

Das Wichtigste war seiner Meinung nach die therapeutische Beziehung und die Einstellung des Therapeuten.

Ausschlaggebend für eine erfolgreiche Therapie waren seinen Forschungsergebnissen zufolge:

 

  • Die Echtheit oder Kongruenz des Beraters
  • Das vollständige und bedingungsfreie Akzeptieren des Klienten seitens des Therapeuten
  • Präzises, einfühlendes Verstehen des Klienten seitens des Therapeuten

 

Die Herausforderung für den Therapeuten in der Personenzentrierten Psychotherapie ist also nicht unbedingt die Technik an sich, sondern vielmehr die stetige Arbeit und Weiterentwicklung an seiner eigenen Persönlichkeit. Dies erfordert stetige Selbstreflexion und Supervision.

 

In der Paartherapie kommt die Gesprächspsychotherapie auf folgende Weisen zum Einsatz:

  • Gesprächsführung und Haltung von mir als Therapeutin
  • Vermitteln verschiedener Grundlagen der Gesprächspsychotherapie
  • Struktur des Gesprächs

 

Anteile des aufmerksamen Zuhörens vermittle ich dem Paar in der ersten Stunde, in dem ich die Struktur unserer Art des Zusammensprechens vorstelle:

  • Ich versuche jedem Partner möglichst gleichviel Gesprächszeit zu ermöglichen
  • Wenn der Eine spricht, hört der Andere so aufmerksam wie möglich zu und macht keine Zwischenbemerkungen
  • Der Sprecher versucht Schuldzuweisungen zu vermeiden und ist eingeladen möglichst gewaltfrei und in der Ich-Form zu sprechen. Ich unterstütze den Sprecher darin, in dem ich ihn je nach dem unterbreche und nachfrage.

 

Als Selbsthilfe oder eine Art Hausaufgaben, ermuntere ich das Paar, diese Art des Zusammen-Kommunizierens Zuhause zu üben.

In Form des Zwiegesprächs (M.L.Möller, die Wahrheit beginnt zu zweit), sich in einem selbstdefinierten Rhythmus 90 Minuten zu verabreden. Die Struktur des Zwiegesprächs ist wie folgt: Jeweils 15 Minuten Gesprächszeit im Wechsel. Einer spricht, möglichst in Ich-Form von seinem inneren Erleben und der Andere hört aufmerksam ohne Zwischenbemerkungen zu.

 

Die gewaltfreie Kommunikation

 

Eine sehr wichtige Basis in meiner Arbeit, speziell mit Paaren ist das Vermitteln der Gewaltfreien Kommunikation. In der Paartherapie wende ich die GFK folgendermassen an:

  • kurze Einführung in GFK und das vier Schrittemodell
  • Empfehlung zum Selbststudium
  • Unterstützung von gewaltfreien Formulierungen im laufenden Gespräch
  • Unterstützung beim Entdecken von Bedürfnissen und Gefühlen

 

Wenn es z.Bsp. im Gespräch zu Schuldzuweisungen kommt, unterbreche ich den Sprechenden und erarbeite mit ihm eine gewaltfreie Ausdrucksweise. Ich unterstütze ihn darin, seine dahinterstehenden Gefühle und Bedürfnisse wahrzunehmen und gewaltfrei zu kommunzieren.

Das gemeinsame Erlernen einer neuen Kommunikationsart erlebe ich in der Paararbeit in den meisten Fällen als etwas, was das Paar wieder näher zueinander bringt und Spass macht.

Ich empfehle dem Paar das Studium verschiedener Literatur. Am Geeignetsten finde ich, das gemeinsame Anhören von Hörbüchern.

 

Das Konzept der gewaltfreie Kommunikation wurde von Marshall Rosenberg entwickelt. Sie basiert auf der Grundhaltung der personenzentrierten Psychotherapie.

 

Er entwickelte das vier Schritte Modell als Kommunikationshilfe:

 

  1. Beobachtung
  2. Gefühl
  3. Bedürfnis
  4. Bitte

 

Rosenberg fasste die Schritte folgendermassen zusammen: Wenn ich a sehe, dann fühle ich b, weil ich c brauche. Deshalb möchte ich jetzt d.

 

Grade in der Arbeit mit Paaren ist die Emotion „Ärger“ oft anzutreffen. Auf diesen Ärger im Sinne der GFK einzugehen ist eine wahre Fundgrube an Blitzerleuchtungen für die Beteiligten!

 

Ich verstehe jeden Ärger als Ergebnis einer lebensentfremdenden, Gewalt provozierende Art zu denken. Im Kern eines jede Ärgers findet sich ein Bedürfnis, dass nicht erfüllt ist. So kann Ärger sehr wertvoll sein, wenn wir ihn als Wecker nehmen, der uns aufweckt um zu realisieren, dass wir ein unerfülltes Bedürfnis haben und dass unsere Art zu denken dessen Erfüllung unwahrscheinlich macht“ (Rosenberg, 2005 Junfermann Verlag Paderborn, S.166)

 

Das Gute an der GFK ist, dass die Theorie sehr schnell erklärt ist und es viel Literatur und gutes Material zum autodidaktischen Studium gibt. Das Herausfordernde ist die Umsetzung. Gewaltfrei kommunizieren verlangt viel Achtsamkeit, Selbstreflexion und die Bereitschaft Selbstverantwortung für die eigenen Gefühle zu übernehmen.

Lösungsorientierte Kurzzeittherapie

Die Lösungsorientierte Kurzzeittherapie geht von der Annahme aus, dass es hilfreicher ist, sich auf Wünsche, Ziele und Ressourcen zu konzentrieren, anstelle auf Probleme und deren Entstehung.

Die Begründer der SFBT (Solution Focused Brief Therapie) waren die Psychotherapeuten Insoo Kim Berg und ihr Mann Steve de Shazer. Sie gründeten 1978 das Brief Familiy Therapy Center in Milwaukee. Ihre Arbeit war u.a. inspiriert durch die Arbeit von Milton Erickson und der Forschungen der Palo-Alto-Gruppe (Bateson, Fish, Watzlawik, Satir u.a.) in Kalifornien. Das lösungsorientierte Denken ist aus dem Konstruktivismus heraus entstanden. Die Konstruktivisten sind zu der Überzeugung gekommen, dass es keine absolute Wahrheit gibt, sondern dass jeder Mensch seine eigene Wahrheit hat und dass jeder seine eigene Wirklichkeit konstruiert.

 

Im Center in Milwaukee führten Berg/Shazer mit Hilfe eines Teams tausende von Therapiegsprächen. Mittels Videoaufnahmen analysierten sie die Sitzungen genauestens und gingen der Frage nach: „Was will die Klientin und was hilft ihr“.

Aus den Schlüssen die sie aus dieser Forschung zogen, sind die zum Teil provozierenden Leitsätze und Annahmen des Lösungsorientierten Modells entstanden:

 

  • Man muss das Problem nicht kennen um die Lösung zu finden.
  • Der Klient weiss am besten, was er in der Therapie will und wann sie beendet ist.
  • Das Wichtigste ist, herauszufinden was der Klient will und ihn dabei zu unterstützen.
  • Man muss einem Problem nicht auf den Grund gehen, weil die Lösung mit dem Problem nichts zu tun haben muss.

 

Berg und Shazer haben in minutiöser Kleinstarbeit versucht herauszufinden, welche Fragen, Strategien und Rückmeldungen für den Klienten am Hilfreichsten waren.

Immer weiter heruntergebrochen entstand dabei eine sehr einfache Strategie:

Versuche herauszufinden:

 

  1. Was der Klient will (Dynamik, Ziel)
  2. Was kann der Klient tun (Ressourcen)
  3. Was ist der nächste Schritt (Handeln)

 

Eine der bekanntesten Fragen, welche Berg/Shazer entwickelt haben, ist die Wunderfrage.

Die Wunderfrage entstand durch Zufall, während einem Gespräch welches Insoo Berg mit einer Klientin führte. Die Klientin sagte, dass nur noch ein Wunder helfen könnte….

Die Wunderfrage ging ursprünglich so:

Angenommen, es würde über Nacht ein Wunder geschehen und ihre Probleme wären gelöst. Wie würden Sie das am nächsten Morgen bemerken? Wie würde ihr Partner davon erfahren, ohne dass sie ein Wort darüber verlieren würden?

 

Die andere wichtige Arbeit war die Entwicklung der Skalierungsfragen:

Auf einer Skala von 1-10, wobei 1 schlecht und 10 sehr gut bedeuten würde, geht es dir gerade?

Darauf könnte man bereits eine Bewältigungsfrage anknüpfen:

Ich bin beeindruckt, dass du trotz der herausfordernden Situation bei einer vier bist!

Wie hast du das geschafft?

Oder man knüpft an mit einer aufbauenden Frage:

Wenn du jetzt anstelle bei einer 4 bereits bei einer 5 wärst, was wäre dann anders?

 

Ich erlebte eine beeindruckenden Übung während meiner Weiterbildung für nicht gewaltsame – und lösungsfokussierte Kommunikation bei Marco Ronzani in Basel. Diese Übung demonstrierte eindrücklich und einfach die Kraft dieser Fragen und wie nebensächlich die persönliche Beziehung zum Therapeuten bei dem Prozess der Lösungsfindung des Klienten ist.

Wir sassen in einem inneren und äusseren Kreis. Die Personen des innern Kreises (A)sassen dem äussern Kreis(B) gegenüber. Jeder wurde nun aufgefordert, sich persönlich mit etwas was er verbessern wollte innerlich zu verbinden. Niemand ausser uns selber kannte das „Problem“.

Die Runde begann mit einer Einstiegsfrage:
„An was würdest du merken, dass diese Gesprächsrunde für dich nützlich war?“

Der innere Kreis (A) begann nun dem Gegenüber im äusseren Kreis(B) zu erzählen an was er merken würde das es nützlich für ihn gewesen war. Natürlich in Bezug auf sein Problem, ohne über das Problem zu reden. B fragte dann lediglich zwei drei mal nach: “was noch?“ Danach wurde das Ganze umgedreht und A fragte B nach der Nützlichkeit.

Für die nächste Frage, ging nun der innere Kreis einen Stuhl weiter, so dass alle vor einem neuen Gegenüber sassen.

Hier kam nun die zweite Frage:
Erwünsche Zukunft: Nehmen wir einmal an, das Problem wäre zu einem bestimmten Zeitpunkt gelöst. Was würdest du dann anders machen, was du jetzt noch nicht machst? Das Ritual wiederholte sich mit weiterführenden Fragen, mit jeweils neuen Gegenüber.

Nach ca 30 Minuten hatte jeder von uns selber brauchbare Lösungen für sein Problem erarbeitet, ohne das Problem angesprochen zu haben! Während man über die Lösung spricht fühlt man sich meistens bereits leichter. Das an sich hat bereits eine heilsame Wirkung.

In meiner Arbeit mit Paaren wende ich das lösungsfokussierte Modell an, in dem ich Fragebögen entwickelt habe. Zudem versuche ich im Gespräch eine Ressourcen- und Lösungsorientierte Haltung zu praktizieren.

Schlussfolgerung

 

Als Therapeutin empfinde ich die Paartherapie als gelungen, wenn:

 

  • Jeder für sich selbst besser in der Lage ist seine eigenen Bedürfnisse zu erkennen
  • Möglichkeiten entwickelt hat, seine Bedürfnisse gewaltfrei zu kommunizieren
  • Besser über seine Gefühle sprechen kann
  • Gelernt hat, aufmerksamer zuzuhören
  • Besser die Verantwortung für seine eigenen Gefühle übernehmen kann

 

Im Durchschnitt kommen die Paare zu Beginn zwei bis drei Sitzungen in einem Abstand von ein bis drei Wochen. Danach noch zweimal im Abstand von 4-5 Wochen. Insgesamt fünf Sitzungen sind der Durchschnitt. In der Folge kommt es zum Teil zu Einzelsitzungen. Die Themen in den Einzelsitzungen unterscheiden sich. In den meisten Fällen geht es um die Verbesserung der Selbstwahrnehmung und um die Aufarbeitung traumatischer Kindheitserlebnisse. Insbesondere Erlebnisse, welche die Bindungs- oder Kommunikationsfähigkeit behindern oder zu Projektionen in der Partnerschaft führen können.

 

Die Synergien der zwei Methoden KP (Rogers) und GFK (Rosenberg) leiten sich aus dem Umstand ab, das M. Rosenberg massgeblich von den humanistischen Gedanken Rogers beeinflusst war und sich die GFK auf Rogers Philosophie aufbaut. Man könnte sagen, die GFK ist eine praktische Anwendung Rogers Ideen im (Paar-) Alltag.

Polaritytherapie bereichert die zur Hauptsache verbal geführte Kommunikation der GFK und der KP um eine entscheidende Note: Polarity hilft, das kognitiv wahrgenommene zu integrieren und Gefühle besser wahrzunehmen. Zudem ist es eine entscheidende Hilfe, wenn starke emotionale Spannungen vorhanden sind. Es unterstützt entscheidend, den Kopf frei zu bekommen und besser in den Moment zu kommen.

Auf den ersten Blick lässt sich der SFBT Ansatz von Berg/Shazer nur schwer mit der KP von Rogers zu vereinen. Man könnte sogar sagen, die beiden Methoden sind kontrovers.

Das Kontroverse ist in erster Linie die Fokussierung. In der KP ist ein wichtiger Fokus der innere, emotionalen Prozess, der Erkenntnisprozess des Klienten und die Beziehung zwischen Therapeut und Klient. Es gibt bewusst wenig Intervention vom Therapeuten. Das bedeutet, dass die Therapie meistens einen längeren Zeitabschnitt in Anspruch nimmt. Während in der KP eher weniger Fragen gestellt werden, besteht in der SFBT das Klientengespräch aus sehr vielen Fragen.

In der SFBT geht es zur Hauptsache darum, so schnell und effizient wie möglich herauszuarbeiten, was funktioniert, die vorhanden Ressourcen zu stärken und dadurch den therapeutischen Prozess so kurz wie möglich zu gestalten. Man versucht, sich bewusst nicht in den Problemzonen der Vergangenheit oder der Gegenwart aufzuhalten. SFBT ist eher zukunftsorientiert. Wenn die Lösung erarbeitet ist, gibt es z.Bsp. auch die Frage nach der Zukunft: „Wo stehst du dann in einem Jahr, in zwei Jahren, in zehn Jahren?“

Aber natürlich waren die Begründer der „Solution focused brief therapy“ Insoo Kim Berg und Steve Shazer auch von Rogers beeinflusst. So benutzten sie zwischen den entscheidenden Fragen (Skalierungsfragen, Wunderfrage, Beziehungs-und Bewältigungsfragen, ressourcenorientiertes Fragen) aktives Zuhören und paraphrasieren. Ihre Grundhaltung war empathisch und wertschätzend. Dies sieht man eindrücklich in den frühen Videos von Insoo Berg z.b.: www.youtube.com/watch?v=fQBZlgmebwY

Der humanistische Gedanke ist eindeutig das, was die vier Methoden verbindet.

Auch verlangen alle vier Methoden vom Therapeuten eine möglichst wertfreie Beobachtungsgabe. Im Buch „Lösungen (er)finden“ (Verlag modernes Lernen,2012)von De Jong und Berg, schreibt de Jong auf S.54: „Diese Art des Zuhörens bedeutet, dass man in der Lage ist, die Geschichte der KlientIn ohne Verfälschung durch den eigenen Bezugsrahmen zu hören.“

Wenn wir normalerweise andern dabei zuhören, wie sie über sich selber erzählen, hören wir normalerweise nicht einfach nur zu, sondern reagieren mit eigenen Gedanken auf das Gesagte.“

Gerade bei der KP aber wird verlangt, möglichst authentisch zu sein. Es braucht also ein noch tieferes Verständnis davon, was es bedeutet wertfrei zuzuhören. Wertfrei zuhören kann ich aber nur, wenn ich mich selber und meine Reaktionsweisen sehr gut kenne. Dazu muss ich mich selber stetig weiterentwicklen.

Eine Kontraindikation könnte auch darin liegen, dass ich als Therapeutin aus zu vielen Methoden auswählen kann und sich daraus eine Simplifikation der einzelnen Methoden ergeben könnte.

Auch stellt es an mich als Therapeutin eine sehr hohe Anforderung, was die Flexibilität anbelangt: Keinen vorgefertigten Arbeitsweisen zu folgen, angepasst an die jeweiligen Bedürfnisse, die Möglichkeiten der Klienten und den Moment, das Richtige zu wählen.

Zudem fordert das gleichzeitige Anwenden der vier Methoden auch ein besonderes Augenmerk bei der Nachbearbeitung, der Protokollführung. So stellt sich hier öfters, als wenn ich nur mit einer Methode arbeite die Frage, ob ein anderer Weg sinnvoller gewesen wäre.

Abschliessend komme ich zu dem Schluss, dass es bereichernd ist, die vier Methoden gleichzeitig anzuwenden, es mich aber noch mehr herausfordert, geschehen zu lassen und nicht zu früh einzugreifen. Ich bin aufgefordert, das „Werkzeug“ nicht zu schnell zu wechseln, wenn ich mit dem einen nicht mehr weiter komme. Es fordert mich heraus, die Pausen und den Raum des „Nichtwissens“ auszuhalten.

 

 

Münchenstein 29.November 2016

 

Sunahla Nicole Sthioul

Reinigungsatmung (Viny-Yoga)

Die beiden Abläufe habe ich in den letzten Jahren vielen von euch vermittelt. Da ich immer mal wieder angefragt werde, wie die nun doch schon wieder gegangen seien, schreibe ich sie hier für euch auf.

Die Reinigungsatmungen habe ich bei meiner Yogalehrerin im Viny Yoga gelernt. Wer sie einmal gemacht hat, spürt schon beim ersten Durchgang die enorme Wirkung. Der Atem vertieft sich, das Körperbewusstein verstärkt sich, der Geist beruhigt sich; du wirst wunderbar geerdet, kommst innerlich zur Ruhe, kommst wieder mehr bei dir an und mit deiner tiefsten Essenz in Kontakt. 5 Minuten täglich reichen bereits aus für eine grossartige Wirkung zu fühlen!

Das Tempo der Übung wird von deinem eigenen Atemrythmus bestimmt. Mit der Zeit, wenn der Atem tiefer und langsamer wird, entsprechend langsamer.

Du kannst beim Üben darauf achten, dass die Bewegungen gleichmässig ausgeführt werden, die Schultern entspannt auf dem Boden bleiben, die Arme und Hände ganz locker bleiben.

Der Atem geht immer ein ganz klein wenig vorneweg: also wirklich warten bis der Einatem beginnt und dann kommt die Bewegung.

Geniesse die Stille und der Raum der entsteht. Beobachte die Atemleere und die Atemfülle.

Viel Spass!!!

Reinigungsatumung 1

Ausgestreckt liegen, Atem beobachten

Ein(atmen): rechter Arm beschreibt einen Bogen zur Decke und legt sich hinter dem Kopf oder seitlich ( je nach Einschränkung) ab.
Aus(atmen): rechter Arm geht wieder zurück, dazu wird der Zischlaut SCH gemacht.
Ein/Aus: wiederholen linke Seite
Ein: beide Arme hinter den Kopf
Aus: Päckli, Hände ziehen die Knie zur Brust, SCH Laut, alle Luft ausatmen
Ein: Beine gleiten aus, Arme wieder über den Kopf- strecken
Aus: beide Arme mit SCH Laut wieder neben den Körper legen

Reinigungsatmung 2

Auf dem Rücken liegen, Beine stehen so nahe wie möglich beim Becken, Hüftbreit, parallel

Aus: Füsse drücken in den Boden, Becken hebt sich ganz leicht, Arme gehen gleichzeitig zur Decke
Ein: Becken, Brust hebt sich (Brücke) Arme gehen hinter den Kopf 1-2 Atemzüge bleiben
Aus: Wirbelsäule abrollen
Ein: Arme bleiben
Aus: Päckli, Hände ziehen die Knie zur Brust, SCH Laut, alle Luft ausatmen
Ein: Arme legen sich neben den Körper, Beine stellen sich auf

Heilung von emotionalem Schmerz

Ich veröffentliche hier gerne eine Antwort, welche ich auf die Frage nach der Heilung von emotionalem Schmerz gegeben habe. Es ist eine Frage die ich immer wieder beantworte, somit ist sie hier im Blog gut aufgehoben….

Die Kraft zur Heilung finden wir an diesem Ort in uns, der unverletzt ist. Was verletzt ist, bleibt immer auf irgendeine Art empfindlich und kann wieder aufbrechen. Es braucht Fürsorge, Liebe und Zuwendung. Die Kraft für diese Selbstliebe finden wir an diesem innern Ort der Unversehrtheit.

Dieser Raum in dir der nie verletzt worden ist, weil dieser Raum gar nicht verletzt werden kann. Es ist dein innerster, heiler und ganzer Kern. Der Kern in dir welcher die Liebe, Gott , die Verbindung zum Ganzen ist. Der Kern deines ganzen Seins, aus welchem du sozusagen gebaut  bist. Es ist die gleiche Energie aus welcher auch die Natur gebaut ist, aus welcher alles Existierende gebaut ist.

Um dies zu fühlen und dich wieder zu verbinden gibt es den Weg der Meditation. In der Meditation, kannst du versuchen, deine ständig sich drehenden Gedanken loszulassen.

Wenn du genau beobachtest wo der Schmerz her kommt, wirst du feststellen, dass der Schmerz von deinen Gedanken ausgelöst wird.

Du denkst, so wie es jetzt ist, ist es nicht gut. Du denkst es müsste anders sein. Dies erzeugt nun eine Spannung und diese Spannung empfindest du als Schmerz.

Natürlich gibt es Situationen im Leben, welche schwierig sind und unser Denken kann uns dabei helfen,  Situationen zu verbessern.

Es ist nichts am Denken auszusetzten, wenn es hilfreich ist. Meistens aber, sind wir so voll mit Gedanken, dass wir unseren innersten weisen Kern nicht mehr fühlen können.

Und dies erzeugt den grössten Schmerz. Es ist das Gefühl der Trennung, welches wieder das Gefühl von Einsamkeit, Alleinsein und Verloren-Sein auslösen kann.

Die Lösung ist die Meditation. Damit du wieder in Verbindung kommst mit deiner innersten Weisheit, deinem Herzen und dem Ort wo Heilung geschehen kann.

Da es nicht so einfach ist, wenn wir voller Gedanken sind, sich einfach hin zusetzten, die Augen zu schliessen und den Gedankenfluss abzuschalten, gibt es Tricks die uns dabei helfen können.

Ein Trick ist, auf den Atem und den Körper zu achten, eventuell eine Übung zu machen.

Hier eine Yogaübung, welche hervorragend dafür geeignet ist, den Körper zu erden und aus den Gedanken in die Stille zu kommen:

Atemübung zur Erdung und Tiefenentspannung

Du liegst auf dem Rücken und spürst wie sich dein Körper und dein Atem anfühlt.

Versuche den Atem zu beobachten, ohne dass du ihn beeinflusst.

Wenn ein Ausatem kommt, hebst du ganz wenig das rechte Bein, behältst es ob während du einatmest und stellst dir vor, wie der Energiefluss bis zu den Zehenspitzen fliesst. Wenn die Ausatmung einsetzt lässt du die Spannung komplett los.

Das Ganze wiederholst du auf der linken Seite.

Dann mit dem rechten Arm, anschliessend mit dem linken Arm und zum Schluss hebst du den Kopf ganz wenig an.

Immer einen Atemzug Pause machen und fühlen wie sich der Körper anfühlt.

 

Polarityyoga

Polarity Yoga ist eine der fünf Säulen in der Polaritytherapie. ( Körperarbeit, Gespräch, Ernährung, Yoga und der philosophische Hintergrund)
Im Polarity Yoga geht es unter anderem darum, die fünf Elemente in Einklang zu bringen. Die Lehre der fünf Elemente stammt aus der indischen Philosophie des Samkhya.
Samkhya gilt als eines der ältesten philosophischen Systeme. Der Begründer der Polarity Therapie, Dr. Stone, hat sich unter anderem lange mit dieser Philosophie befasst.
Im Samkhya wird das Wirken der Elemente auf seinen verschiedenen Ebenen oder Entwicklungsstufen umfassend erklärt.

In der Polaritytherapie gehen wir davon aus, dass Körper, Geist und Seele eine Einheit bilden. Wenn wir also nun mit dem Polarity Yoga auf der körperlichen Ebene die Elemente ausgleichen und die Energie im Körper gut im Fluss ist, hat dies auch eine tiefgreifende Wirkung auf unseren Geist und auf unser seelisches Erleben.
Polarity Yoga Übungen sind spezifische Energieübungen, welche ganz bewusst zum Ausgleichen, Energetisieren und Entspannen eingesetzt werden können.
Es sind einfache Übungen, welche ohne Hilfsmittel von den meisten Menschen ohne Schwierigkeiten ausgeführt werden können.

Ich lehre Polarityyoga hauptsächlich im Rahmen der Einzeltherapie. Die Übungen unterstützen den Klienten in seinem Alltag. Sie verhelfen zu mehr Energie, Klarheit und Entspannung.

In den Gruppen füge ich den klassischen Polarityübungen noch eigene Übungen aus meinem langjährigen Erfahrungsschatz hinzu. Einige Übungen sind inspiriert aus dem klassischen Yoga, der Biodynamik und aus dem Qi Gong. Alle Übungen haben spezifisch energetische Qualitäten und können den Elementen zugeordnet werden.

Ressourcenorientiertes Paargespräch

Ein ressourcenorientiertes Gespräch zur Verbesserung der Beziehung

Diese Übung gebe ich Paaren gerne mit nach Hause.

Dauer: 60 Minuten
Materila: Schreibpapier, Stifte, Uhr

Zuerst beantwortet jeder/ jede die Fragen für sich schriftlich. Dafür braucht man so ungefähr 20 Minuten. Danach liest man sich die Antworten im Wechsel gegenseitig vor.
Danach bekommt jeder/ jede noch je 10 Minuten Sprechzeit.
Während der/die Eine spricht, hört die Andere / der Andere einfach nur zu, ohne zu unterbrechen.

Erstes Gespräch

– Was gefällt dir am Andern? Was noch?

– Was trägt der Andere deiner Meinung nach zu einem guten Gelingen eurer Beziehung bei?

– Was trägst du selber deiner Meinung nach zu einem guten Gelingen der Beziehung bei?

– An was würdest du es merken, dass diese Gespräch nützlich gewesen wäre?

– Was vermutest du, an was dein Gegenüber bemerken würde, dass dieses Gespräch nützlich gewesen wäre?

– An was würden es eure Mitmenschen merken?

– Nehmen wir mal an ihr würdet gemeinsam das erreichen, was eure kühnsten Hoffnung noch übersteigen würde: Was würdet ihr dann tun, was ihr jetzt noch nicht tut? Welche positive Wirkung hätte dies auf dich? Welche auf dein Gegenüber?

– Was wird jeder von euch, nach diesem Gespräch tun, das für ihn selbst und für den Andern ein eindeutiges Signal dafür ist, dass er selbst tatsächlich aufgebrochen ist und einen Schritt in die erwünschte Zukunft macht?

Newsletter Dezember 2014

Anleitung für eine Meditation zur Wintersonnenwende
Hörprobe der neuesten Meditations CD „ Heilende Reise zum inneren Kind“
Daten für Meditationsanlässe

Die Lichter der Weihnachtsbäume künden davon, dass ab heute die Tage wieder länger werden. Tag für Tag wieder ein wenig mehr Licht…..

Vielleicht ein guter Zeitpunkt, einen kleinen Moment innezuhalten.
Innezuhalten um zu spüren, wie geht es mir gerade jetzt? Einen Moment still zu werden, einfach nur wahrzunehmen. Ganz bewusst die vier Phasen der Atmung wahrnehmen:
Einatmen– Atempause- Ausatmen- Atempause.
Diese kleine Meditation dauert nur eine Minute. Mehrmals täglich angewandt verhilft sie dir zu mehr innerer Ruhe, Gelassenheit, Klarheit, Lebendigkeit und Bewusstsein.

In diesem Sinne und von Herzen wünsche ich dir eine lichtvolle besinnliche Weihnachtszeit und ein kraftvolles, lebendiges, kreatives und gesundes neues Jahr. Mögen die Samen, welche du in diesem Jahr gesät hast sich gut entwickeln und wachsen.

Sunahla

Meditations CD
Die Meditations CD ist ab nächster Woche erhältlich und kann bei mir per Mail bestellt werden.

Einzelsitzungen
Montag und Dienstag in Bern
Mittwoch und Freitag in Münchenstein

Meditationszyklus März / April 2015
9./16./30. März und 6./ 13. April 19 bis 21 Uhr

Praxis am Zentweg
Zentweg 13
3006 Bern
Anmeldung erwünscht. 5 Abende kosten 60 Fr.
Einzelne Abende können nach Absprache besucht werden und kosten dann 20 Fr.

Anleitung Meditation zur Wintersonnenwende

Die Meditation welche ich heute zur Wintersonnenwende gerne weiterschenken möchte, bedient sich dem alten Symbol der Spirale.

Du kannst dich für diese Meditation bequem hinsetzen und die Meditation innerlich machen. Eine tolle andere Möglichkeit ist: du gehst für die Meditation nach draussen und suchst dir einen geeigneten Platz, wo du für dich eine Spirale legen kannst. Oder du kennst einen Platz, wo schon eine Spirale existiert….Wenn du die Meditation draussen machst, kannst du vorher drei kleine Gegenstände sammeln. Jeder Gegenstand ist ein Symbol für ein Ereignis, welches in diesem Jahr für dich von Bedeutung war.

Der Weg nach innen
Du beginnst die Reise nach innen mit ein paar tiefen Atemzüge.
Du nimmst ein paar tiefe Atemzüge und kommst mit deiner Aufmerksamkeit ganz bewusst zu deiner Körperwahrnehmung und nach innen.

Einatmen: wahrnehmen wie die Luft einfliesst, Körperwahrnehmen
Atempause: Ausdehnung und Raum wahrnehmen
Ausatmen: wahrnehmen wie die Luft ausfliesst, Bewegung im Körper wahrnehmen
Atempause: Loslassen und entspannen

Während du in Gedanken oder in der Natur langsam und bewusst anfängst der Spirale entlang nach innen zu gehen, verbindest du dich noch einmal mit den wichtigsten Ereignissen dieses Jahres.
Du lässt die Bewegung langsamer werden und kommst für einen Moment zum Stehen. Nun verbindest du dich mit dem für dich wichtigsten Ereignis in diesem Jahr. Lass es noch einmal da sein, fühle die Qualität dieses Erlebten. Vielleicht kannst du dem Ereignis einen Titel geben.
Nun legst du einen kleinen Gegenstand, welcher für dich dieses Ereignis verkörpert zu deinen Füssen in die Spirale.

Wieder nimmst du ein paar tiefe Atemzüge.
und kommst mit deiner Aufmerksamkeit ganz bewusst zu deiner Körperwahrnehmung und nach innen.

Du gehst langsam weiter und wendest dich einem zweiten für dich wichtigen Ereignis dieses Jahres zu.
Lass auch dieses Ereignis noch einmal da sein und fühle die Qualität dieses Erlebten. Vielleicht kannst du auch diesem Ereignis einen Titel geben.

Wieder legst du einen kleinen Gegenstand, welcher für dich dieses Ereignis verkörpert zu deinen Füssen in die Spirale.

Nun nimmst du ein paar tiefe Atemzüge.
und kommst mit deiner Aufmerksamkeit wieder ganz bewusst zu deiner Körperwahrnehmung und nach Innen.

Du gehst langsam auf der Spirale weiter nach innen und wendest dich einem dritten für dich wichtigen Ereignis dieses Jahres zu.
Lass auch dieses Ereignis noch einmal da sein und fühle die Qualität dieses Erlebten. Vielleicht kannst du auch diesem Ereignis wieder einen Titel geben.

Und du legst den dritten Gegenstand zu deinen Füssen, verbindest dich wieder ganz bewusst mit deinem Atmen und deinem Körper und gehst langsam weiter bis in das Zentrum der Spirale.

Im Zentrum
Du bist nun in der Mitte angekommen. Hier ist nun der Ort der Wende. Die Reise nach innen ist beendet und die Reise nach aussen hat gerade noch nicht begonnen.
Es ist der Ort der Atempause nach dem Einatmen. Der Ort der Wende, bevor das Einatmen wieder beginnt. Der Ort der Transformation, der Ort des stillen aber kraftvollen Wandels.

Innerlich schaust du auf die drei Symbole und Ereignisse. Jedes hat dich etwas gelehrt, hat dir etwas geschenkt. Welche positive Wirkung haben diese Ereignisse auf dich gehabt?
Während du nun in der Mitte stehst, erlaubst du dir für einen Moment die Gedanken loszulassen und nimmst einfach nur diesen Moment hier und jetzt wahr. Diesen Moment der Stille, des Innehaltens, den Moment der Atempause.

Der Weg nach aussen
Du wartest, bis du den Impuls spürst wieder aus der Spirale hinaus zu gehen.
Du gehst bis zu deinem dritten Symbol.
Du nimmst es wieder in deine Hände. Nun spürst du, wenn sich das, was du dank dieses Ereignisses geschenkt bekommen hast oder gelernt hast auf eine positive und kraftvolle Art und Weise sogar noch weiterentwickeln würde:
Welche positive Wirkung hätte es auf dich?
Welche positive Wirkung hätte es auf deine Beziehungen, deine Arbeit und dein Leben?
Wie werden andere dir wichtige Personen diese Veränderung bemerken?

Wenn du bereit bist weiter zu gehen, spüre wie du dich jetzt fühlst, atme bewusst und gehe zu deinem zweiten Symbol.

Auch hier nimmst du es wieder in deine Hände. Du spürst, wenn sich das, was du dank dieses zweiten Ereignisses geschenkt bekommen hast oder gelernt hast auf eine positive und kraftvolle Art und Weise sogar noch weiterentwickeln würde:
Welche positive Wirkung hätte es auf dich?
Welche positive Wirkung hätte es auf deine Beziehungen, deine Arbeit und dein Leben?
Wie werden andere dir wichtige Personen diese Veränderung bemerken?

November und Dezember in Bern

Die neuste Reinigungsmeditation von und mit Sunahla

Die Hintergrundmusik ist zu finden auf der CD von Cello Circles by Kalyan & Sambodhi Prem. Mehr von seiner wunderbaren Musik findest du auf der Webseite: www.kalyanmusic.com/music/cello-circles/

Aufgrund der beschränkten Datenmenge ist die Tonqualität hier vermindert. Wer die Meditation als Audio-Datei möchte, dem schicke ich sie gerne via Drop Box oder gegen einen Unkostenbeitrag von 15 Sfr. auf CD per Post zu.

Einzelsitzungen und Meditationsabende im November und Dezember Bern

Workshops und Angebote in Bern und auf Korfu

November 2013 in der Gemeinschaftspraxis am Zentweg 13, Bern:

  • 5.-29. Einzelsitzungen nach Vereinbarung
  • 11./18./25. Meditationsabende 19-21 Uhr
  • 23./24. Klopfakupressur (Tapping, E.F.T.) 11-14 Uhr

Dezember 2013 in der Gemeinschaftspraxis am Zentweg 13, Bern:

  • 3.-28. Einzelsitzungen nach Vereinbarung
  • 9.und 16. Meditationsabende 19-21 Uhr

Auch im nächsten Jahr werden wir wieder in der Schweiz und auf Korfu sein:

  • März, April und August, November und Dezember in Bern
  • Mai, Juni, Juli, September und Oktober  in Korfu

Achtung: die Meditationsabende sind neu etwas anders organisiert:

Du kannst dich für 50 Fr. direkt für die fünf Abende anmelden. Die Abende finden nur bei genügend Teilnehmern statt.

Im Moment weilen wir noch hier auf Korfu. Die ersten Herbststürme haben uns auch hier erreicht. Nach kräftigem Regen strahlen die Farben heute umso mehr. Was für ein Geschenk es doch ist, einen Wechsel der Jahreszeiten erleben zu dürfen!

Einige von euch sind in den Genuss meines Korfuangebots gekommen und haben hier eine Mischung aus Ferien mit Wohlfühlprogramm und Bewusstseinsarbeit geniessen können. Es hat mir viel Freude bereitet ein paar von euch hier zu treffen und begleiten zu dürfen!

 nitypano for Email

 Jetzt, in der Kostbarkeit diesen Augenblickes, liegt alles Sein.

Dieser Satz ist mir heute in der Meditation geschenkt worden und begleitet mich jetzt beim Schreiben des Newsletter. Diese Worte laden mich ein zu vertrauen. Zu vertrauen, das gut für mich gesorgt ist und sich alles wunderbar entwickelt.

Ganz im Hier und Jetzt zu sein und mit meiner Aufmerksamkeit bei dem zu weilen, was ich grade mache. Das scheint so einfach und ist doch so herausfordernd!

Jeder Tag, jede Handlung bietet dafür immer wieder von Neuem ein wunderbares Entwicklungsfeld. Sei es beim Erledigen des Haushalts, beim Meditieren, beim Spazieren, beim Essen oder bei irgend einer anderen Tätigkeit.

Ich würde mich freuen, den Einen oder die Andere in Bern oder Korfu wiederzusehen und wünsche euch nun eine schöne Herbstzeit mit vielen bunten, klaren Farben und vielen kostbaren Momenten. Mögt ihr die Kostbarkeit des Augenblicks immer wieder erkennen und euch daran erfreuen!

Alles Liebe
Sunahla

Polarity Yoga und mehr

Die wöchentlichen Polarity Yoga Stunde ist eine gelungene Mischung aus Energie- und Atemübungen aus dem Polarityyoga. Es sind einfache Übungen, welche auch von Ungeübten leicht ausgeführt werden können. Jede einzelne Übung ist für sich sehr wirkungsvoll.

Zudem lasse ich körperbewusstseins Übungen mit einfliessen welche ich aus dem Hatha Yoga und von andern Bewegungs Methoden und Körpertherapien her kenne.

Die Stunde schliesst mit einer heilenden und reinigenden Meditation ab.

Zur Erinnerung hier vier Übungen:

Zehen- Finger Übung

 Harmonisieren und aktivieren der fünf Elemente

  • Alle Fingerspitzen zusammen halten.
  • Grosse Zehe dehnen, in dem der „Rücken“ der Zehe auf  dem Boden, stehender Weise gedehnt wird.
  • Zeigefinger ( Element Luft) mit Daumen verbinden
  • Synchron dazu die zweite Zehe dehnen
  •  Mittelfinger ( Element Feuer) mit dem Daumen verbinden
  • Synchron dazu die mittlere Zehe dehnen
  •  Ringfinger ( Element Wasser) mit dem Daumen verbinden
  • Synchron dazu die entsprechende Zehe dehnen
  •  Kleinfinger ( Element Erde) mit dem Daumen verbinden
  • Kleinzehe dehnen
  •  Hände und Füsse ausschütteln
  •  Zehen alle zusammen in die andere Richtung ( Sohle) dehnen
  •  Mit ausatmen und Laut „ha“ den Fuss ausschüttlen, Vorstellung, dass sich alles was sich gelöst hat wegschüttelt.

 

Käfer Übung

Schleimlösend, aktivierend, entschlakend

  • Auf dem Rücken liegen, Arme und Beine in die Luft strecken und fünf Minuten leicht schütteln

 

Feuer Übung

Aktivierend, lösend, klärend

 

  • Die Arme hoch strecken, durch die Nase einatmen, die Arme nach unten schwingen, durch die Nase ausatmen.
  • Die Beine sind gebogen. Beim nach unten schwingen den Kopf einfach loslassen, mit schwingen lassen.
  • Kann bis zu hundert mal wiederholt werden

Die Brücke

Du liegst auf dem Rücken. Die Beine stehen paralell. Su achtest darauf, dass der Rücken ganz auf dem Boden liegt, vor allem das Kreuz, und der Nacken lang ist. Kinn zieht Richtung Brust.
Du spannst nun den Beckenboden an ( Mulabandha), drückst die Füsse in den Boden und stellst dir vor, wie die Knie Richtung Decke ziehen.
Einatmen- ausatmen Mulabandha, Füsse drücken, Knie wegziehen. Einatmen Spannung behalten, ausatmen loslassen. Du spürst dabei eine kleine Bewegung im Becken.
Du machst dies erst ein paar mal klein, dann kannst du das Becken vom Boden heben,bei jeder Atmun etwas höher, bis du in der Brücke bist.

An Herausforderungen wachsen

An Herausforderungen wachsen

Mit viel Freude habe ich diese Woche den Klopfakupressur Kurs gegeben. Dabei ist mir wieder sehr deutlich geworden, wie wir uns Herausforderungen in unserem Leben kreieren, um daran zu wachsen.

Wenn wir mit einer Klopfreihe beginnen, steht am Anfang immer das Benennen der Schwierigkeit welche wir gerne verbessern möchten.

Im Seminar haben wir eine Skala von eins bis zehn im Raum definiert. Wobei eins für die Auflösung oder kein Stress steht und zehn für grossen Stress.

Jeder konnte sich dahin stellen, wo er die Intensität seiner persönlichen Herausforderung gerade empfand.

Die Übung ist dann, auf dieser Skala rauf und runter zu wandern und zu spüren wie es sich anfühlt wenn es schwieriger oder besser ist.

Dabei fällt auf, dass jeder genau fühlen kann, wie es ist, wenn es besser ist. Dabei wird auch ersichtlich, dass jeder bei sich selbst die Lösung des Problems bereits in sich trägt.

Beim Prozess, der beim Klopfen geschieht, wird deutlich, dass der Weg hin zur Lösung ein Entwicklungsprozess ist. Dieser Lernweg bringt Bewusstseinserweiterung, stattet uns mit neuen Fähigkeiten aus und kräftigt uns.

Wenn ich von diesem Blickwinkel aus auf herausfordernden Lebenssituationen schaue, kann das meine Sichtweise stark verändern.

Ich kann möglicherweise in herausfordernden Situationen entspannter bleiben und einen inneren Abstand behalten.

Das Wissen, das jede Herausforderung die Lösung bereits in sich enthält, ist sehr hilfreich.

Es kann einfach sein, dass ich mich mit einem bestimmten Thema gerade in einem Wachstumsprozess befinde.

Und es kann hilfreich sein, mich darüber mit jemandem auszutauschen oder mich unterstützen zu lassen.